Kursaufbau der Betreuer-Eltern Kurse

Das Pörnbacher-Konzept - Neuro-Entwicklungsphysiologischer Aufbau (=Nepa)

Mit dieser Lehrgangsreihe wird Eltern und Mitarbeitern aus dem pädagogischen und pflegerischen Bereich eine qualifizierte Weiterbildung angeboten.

Das von Fr. Pörnbacher entwickelte Konzept ist geeignet für eine interdisziplinäre Teamarbeit im Frühförder-, Schul-, Heim-, sowie im Werkstättenbereich.

 

Alle Inhalte des Konzepts werden unter neuro-entwicklungsphysiologischem Aspekt behandelt.

Dieses Bahnungskonzept spricht die Selbstorganisation des Menschen an.

Durch die Eigenbeweglichkeit, geführt duch die therapeutische Lagerung, kann sich die nächsthöhere Entwicklungs- und Koordinationsebene mühelos freispielen.

 

Das Pörnbacher-Konzept ist alltagsbezogen, die Anwendung der Lagerungen ist sowohl in der Einrichtung wie zu Haus ohne großen Aufwand möglich.

 

Die Anwendung ist in jedem Alter möglich:

  • bei Kindern mit Entwicklungsverzögerungen
  • bei Menschen mit Behinderung in jedem Schweregrad
  • bei Menschen mit Aufrichtungsmangel, orthopädischen Problemen, Atemproblemen

 

Es werden 3 Kurse angeboten - Dauer jeweils 4 Tage

 

Teil 1:

Grundlagen und Gebrauch der Lagerungen - Auswirkung auf alle Körperfunktionen

 

Teil 2:

Verbesserung der Atmung, der Mundmotorik und der Nahrungsaufnahme in den Lagerungen

 

Teil 3:

Aspekte der Seh- und Hörentwicklung, einfach Hilfen im Rahmen der Gesamtkoordination.



Aspekte der Frühbehandlung:

Die spezifischen Lagerstechniken sind so konzipiert, daß das Kind sich darin frei bewegen kann und damit mühelos in eine höhere Kooridnationsebene kommt.

Dieses Geschehen wird untersützt indem das Kind spezifische Spiel- und Nahrungsangebote bekommt.

 

Es werden in den Lagerungen also Alltagshandlungen ausgeführt, die gleichzeitig der Verbesserung der Bewegungsabläufe dienen.

In diesen Alltagshandlungen wird die Gesamtheit des Kindes beachtet, entsprechend seinem jeweiligen Entwicklungsstand.

Es werden alle Bereiche der Entwicklung beachtet und gefördert, wie z.B.:

 

die Qualität der Aufrichtung

die Wahrnehmung

die Mundfunktion

die Sinnesfunktionen

die Atmung

die Handmotorik

kognitive und emotionale Bereiche.

 

In allen oben genannten Entwicklungsbereichen, ist durch die therapeutische Wirkung der Lagerung, das selbstagieren des Kindes möglich .

Besonders entlastend ist für das Kind, daß die "Behandlung" im Mund- und Gesichtsbereich kaum der Manipulation bedarf. 

 

Aspekte der Spätbehandlung

Das Pörnbacher-Konzept ist auch bei schwer-mehrfachbehinderten Kindern und Erwachsenen mit Erfolg anzuwenden.

Hervorzuheben ist, daß mit dem Pörnbacher-Konzept nicht nur ein vorhandener Status erhalten wird, sondern auch hier die nächst höhere Entwicklungsebene erreicht werden kann.

Das heißt, es kommt über Tonusregulierung zu einer Verminderung der schon bestehenden Kontrakturen, Operationen können dadurch verhindert werden, blockierte Bewegungsmöglichkeiten können sich freispielen.

 

Somit ist der Einstieg aller Bereiche in deren nächsthöhere Entwicklungsebene gegeben.

Die Erfahrung zeigt, daß immer eine Weiterentwicklung zu verzeichnen ist, besonders die Atmung und damit eine Verbesserung der vegetativen Situation und der Nahrungsaufnahme.

 

Somit entsteht für den behinderten Menschen und den Betreuer eine höhere Lebensqualität.