Aspekt des Sitzens im Pörnbacher Therapiekonzeptes

 

 

Ein wichtiger Punkt bei der Sitzversorgung, unter Einbindung ausgebildeter Pörnbacher Therapeuten, ist immer die Bewertung des Kindes und entwicklungsphysiologischen Grundsätzen.

1.

In der Therapiezielbestimmung ist zu klären, ob und inwieweit ein Kind sitzfähig ist. Daraus ergibt sich eine Empfehlung, für die Zeitspanne, für die eine Sitzversorgung therapeutisch sinnvoll und notwendig ist. Als Alternative zum Sitzen werden oft Lagerungen eingesetzt, die mit der Zurüstung durch ein fahrbares Untergestell auch über einen gewissen Grad an Mobilität verfügen.



2.

Beim Aufbau der Sitzversorgung werden verschiedene physiologische Gegebenheiten, je nach Ausprägung und Stand der Entwicklung, in die Versorgung aufgenommen.



  • -        Die Positionierung der Oberschenkel in Abduktion/Außenrotation sichert bei verschiedenen pathologischen Mustern die Sitzbasis durch eine Hemmung der Adduktionstendenz und einen verbesserten Einsatz der Kräfte durch die breite Sitzbasis. Die Positionierung der Füße wird je nach Aufrichtequalität und Funktion vorgenommen.
  • -        Das Becken wird durch ein entsprechnendes Rückenelement so positioniert, dass eine Tonusregulierung positiv beeinflusst werden kann. Je nach Spastizität kann die Vorlage (Winkel zwischen Oberschenkel und Becken im Sitzen unter 90 Grad) bis zu 80 Grad notwenig sein um ein spastikhemmendes Sitzen zu ermöglichen.
  • -        Der Oberkörper wird bei Bedarf seitlich durch eine Schale geführt. Die Polsterung der Rückenschale wird auf weitere Therapieziele ( Aktivität, passive Lagerungszeiten…) abgestimmt.
  • -        Da die Vorlage des Oberkörpers in vielen Fällen nicht aktiv vom Kind gehalten werden kann, wird dieser über die Lagerung der Arme auf einer hohen Lagerungsplatte (Therapietisch) gesichert. Um den Druck zu verringern wird mit einem Tischpolster, als Auflage, gearbeitet.
  • -        Eine Kopfstütze, wird je nach Bedarf, eingesetzt und dient meist zur Sicherung.